Stromprobleme lösen

Von Valentin Nägeli und Jeremy Pineau, Fotos Lukas Bachmann

Nick Spichiger ist 17 Jahre alt und lebt seit seiner Geburt in Unterägeri. Er ist Lehrling bei Nussbaumer Elektronik. Wichtig ist für ihn in seinem Beruf, dass er Verantwortung übernehmen darf.

Alle Tage wieder!

Um sieben Uhr beginnt der Tag für Nick. Sobald er angekommen ist, erfährt er, was heute auf dem Programm steht und wohin man gehen wird. Danach wird ihm, falls er es noch nicht weiss, erklärt und gezeigt, wie die heutigen Probleme zu lösen sind. Er kann dies auch noch praktisch üben.

Etwa um neun Uhr fahren er und sein Lehrmeister mit dem Geschäftsauto zu dem betreffenden Haus. Dorthin dürfen wir ihn leider nicht begleiten, da das Privateigentum ist. Am Mittag gibt es natürlich eine Pause. Und am Nachmittag geht es weiter zu einem anderen Haus. Am Abend kann Nick endlich nach Hause, erschöpft, aber auch zufrieden mit dem, was er an diesem Tag erreicht hat.

Wieso Elektriker?

Zuerst wusste er lange nicht, was er machen wollte. Dann, am Zukunftstag, war er das erste Mal mit Elektrikern unterwegs. Es gefiel ihm. Das Faszinierende an diesem Beruf ist, sagt Nick, dass ohne Strom eigentlich nichts funktioniert. Jeder Haushalt braucht Strom, sei es zum Kochen oder nur für Licht. Wer mal einen langen Stromausfall erlebt hat, weiss, wie es sich anfühlt, ohne Strom zu leben. Es ist nicht angenehm.

Auch kann er als Elektriker viel mehr Verantwortung übernehmen. Ein Fehlgriff kann Menschen töten. Ein falsch angeschlossener Boiler überhitzt und geht dann hoch wie eine Bombe. Sein Leben hat sich verändert. Nick denkt mehr über die Folgen seiner Handlungen nach. Er fängt nicht einfach an zu arbeiten, bevor nicht alles gut geplant und durchdacht ist.

Ihm gefällt es auch, die vielen verschiedenen Dinge, die er in der Lehre erlernt, zu Hause auszuprobieren. Wir stellen uns das sehr praktisch vor. Wenn zum Beispiel eine Lampe nicht mehr geht, kann man diese einfach und billig selbst reparieren, anstatt einen teuren Elektriker herzubestellen. Für ihn ist es wichtig, dass er seinen Lohn rechtzeitig bekommt und dass er bei dieser Lehre etwas fürs Leben lernt.

Elektriker ist ein Beruf, bei welchem man gefordert wird. Es ist kein Zuckerschlecken, sondern man ist jeden Tag mit schwierigen Aufgaben konfrontiert, die man bewältigen muss.

Elektriker

Ein Elektriker arbeitet vorwiegend im Service Bereich. Darunter versteht man Arbeiten in 

Werkstätten, Baustellen und im Kundendienst. Einfach ausgedrückt befassen sich Elektriker mit allen Apparaturen, durch welche Strom fliesst. Sie können Leitungen, damit sind nicht nur Stromleitungen, sondern auch Internet und andere moderne Leitungen gemeint, verlegen, Lampen anbringen und Schaltkästen montieren. Sie sind auch für die dazugehörige Wartung zuständig. Ein Elektriker plant die Installation von Anlagen systematisch, damit keine Fehler entstehen und um Gefahren zu vermeiden.

Um Elektriker zu werden, muss man die Volksschule abgeschlossen haben. Man benötigt handwerkliches Geschick, Körperkraft um schwere Gegenstände zu heben, Teamfähigkeit, keine Farbenblindheit, damit man die Kabel voneinander unterscheiden kann, und ebenfalls Wetterfestigkeit für allfällige Arbeiten im Freien. Man sollte nicht nur handwerkliches Geschick haben, sondern auch Kommunikationsfähigkeit, damit man die Wünsche der Kunden optimal erfüllen kann und ihnen die Abläufe der Arbeit genau erklären kann.

 

 

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