Der Weg zum Traumberuf

Die Lehre, ist sie wirklich so anstrengen wie wir alle denken? Wir haben mit Remo Hürlimann (17), einem Elektroinstallateur, den Alltag eines Lernenden miterlebt.

(Autoren: Martin Sidler, Neil Hager; Foto: Matteo Bächler)

6.00 Uhr am Morgen und Remo Hürlimann ist schon längst wach und bereitet sich auf einen neuen Arbeitstag vor. Bevor er aber mit der Arbeit beginnen kann, wird er von einem Arbeitskollegen mit dem Arbeitswagen abgeholt. Heute arbeitet er in einer Privatwohnung, in welcher er die Wände spitzen muss. Genau das mag Remo Hürlimann am Beruf

Elektroinstallateur, die Vielseitigkeit. Am Morgen Wände spitzen und am Nachmittag Computer programmieren. Von körperlicher Arbeit bis zur Denkarbeit, alles ist vorhanden.

 Es liegt im Blut

Remo Hürlimann ist 17 Jahre alt und wohnt in Walchwil, wo sein Vater, Pius Hürlimann, eine Elektro Firma besitzt. Die Freude an elektrischen Schaltungen hat er von seinem Vater geerbt, bei welchem er bereits in seinen frühen Jahren die elektrische Arbeitsluft geschnuppert hat. Allerdings ist dies nicht seine einzige Leidenschaft.

 Freizeit in der Lehre

Remo spielt sehr gerne Fussball, sowie Unihockey. Er ist sogar im Fussballclub von Walchwil, dem FCW. Im Winter geht er gerne mit seiner Familie in die Berge um Ski zu fahren. Aber leider bleibt ihm nicht so viel Zeit seine Hobbys auszuführen, dies liegt an seiner strengen Lehre, welche er beim Elektro Pfiffner ausübt. In der wenigen Freizeit, die er hat muss er meistens für die Zwischenprüfungen lernen, deshalb, kann er eigentlich nie nach Hause kommen und sich entspannen. Zum Glück hat er aber schon das schwierigste Lehrjahr beendet, das zweite Lehrjahr.

 

Der beste Weg

Trotz diesen Nachteilen, würde er diesen Weg liebend gern noch einmal einschlagen. Dies liegt an der Tatsache, dass er in seiner ausgewählten Lehre sehr viel technisches lernt, sowie das Zusammenarbeiten mit anderen, als auch das Arbeiten mit Kunden. Selbstverständlich hat er sich manchmal hinterfragt, ob es nicht doch eine falsche Entscheidung gewesen ist. Dies besonders im 1. Lehrjahr, aber nur, weil er sich am Anfang noch an die Lehre gewöhnen musste. Mittlerweile hat sich Remo an die Lehre angepasst und ist völlig zufrieden mit seinem auserwählten Weg, an eins kann er sich leider nicht anpassen, das frühe Aufstehen. Am Abend muss er meist lange aufbleiben, damit er für seine Zwischenprüfungen lernen kann und dadurch kann erst spät ins Bett gehen. Da er jeden Tag um 5.30 Uhr aufstehen muss, bleibt ihm nicht viel Zeit zum Schlafen. Aus diesem Grund freut sich Remo auf die Wochenenden, an denen er solange Schlafen kann wie er will.

 

Die Lehre nach der Lehre

Remo weiss schon ganz genau was er nach dem Abschluss seiner Lehre machen will. Er möchte seinen Traumberuf, Elektroplaner, ausüben können. Was aber nicht ganz einfach ist, da er nach seiner 4 Jahren langen Elektroinstallateur Lehre, noch eine genau gleich lange Lehre als Elektroplaner machen muss.

Elektroinstallateur

Die Hauptaufgabe eines Elektroinstallateurs ist es, das erstellen und reparieren von elektrischen Installationen in Gebäuden. Er verlegt Leitungen, montiert Schaltkästen, schliesst Elektrogeräte und Anlagen an und stellt sicher, dass diese auch funktionieren. Die Lehre dauert 4 Jahre. Man geht einmal pro Woche in die Berufsschule. Vom 2. Bis zum 4. Semester geht man jeweils zweimal pro Woche in die Berufsschule. Bei sehr guten schulischen Leistungen kann die Berufsmaturitätsschule besucht werden. Um diesen Beruf ausüben zu können müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden, zum einen muss man einen Abschluss an einer Volksschule haben und gute Leistungen in den Fächern Mathematik, Physik und Geometrie gezeigt haben. Was einem während der Lehre entgegenkommen würde, wäre handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit und ein gesundes Vorwissen von Technik und Elektronik. Die Berufsverhältnisse sind auch ein bisschen anders als die von anderen Lehren. Zum Teil wird Nacht und an Wochenenden gearbeitet. Als Elektroinstallateur ist man sehr viel unterwegs, da man an vielen verschiedenen Orten arbeitet.

 

Leave a Reply

Powered by WordPress.com.

Up ↑

%d bloggers like this: